Rechtsanwälte für Familienrecht in der Grenzregion Konstanz/Kreuzlingen 🇨🇭🇩🇪

Scheidungsanwalt Kreuzlingen

Rechtsanwälte für Familienrecht in der Grenzregion Konstanz/Kreuzlingen

Neumann & Neumann Rechtsanwälte

Kreuzlingen liegt keine zehn Minuten von Konstanz entfernt, und doch entstehen in der Grenzregion familienrechtliche Fragen, die weit über eine gewöhnliche Scheidung hinausgehen. Wir beraten und vertreten Mandantinnen und Mandanten aus Kreuzlingen und dem Kanton Thurgau in allen Fragen, die beide Rechtsordnungen berühren. Unsere Kanzlei in Konstanz ist von Kreuzlingen aus in wenigen Minuten erreichbar.

💡 Das Wichtigste in Kürze

  • Familienrechtliche Konflikte in der Grenzregion erfordern oft grenzüberschreitende Rechtskenntnisse, besonders bei Grenzgängern.
  • Wir beraten und vertreten Mandanten aus Kreuzlingen und dem Kanton Thurgau in allen familienrechtlichen Angelegenheiten.
  • Neben gerichtlicher Vertretung bieten wir auch einvernehmliche Lösungen und Mediation an.
  • Termine gibt es nach Vereinbarung, in dringenden Fällen auch kurzfristig.
  • Schweizer Pensionskassenguthaben kann ein deutsches Familiengericht nicht selbst teilen. Das muss bei der Planung der Scheidung berücksichtigt werden.

Anwalt Familienrecht Kreuzlingen

Ihre Kanzlei für Familienrecht in Kreuzlingen

Familiäre Konflikte gehören zu den belastendsten Lebenssituationen, rechtlich und menschlich. Wir kennen die grenzüberschreitenden Besonderheiten der Region: deutsche Staatsangehörige, die in der Schweiz arbeiten, Schweizer Ehepaare mit Wohnsitz in Deutschland, Grenzgänger mit Ansprüchen in beiden Ländern.

Unser Anspruch ist eine Lösung, die rechtlich trägt und sich durchsetzen lässt. Sie erfahren vorab, was ein Schritt kostet und wie lange er dauert.

Wir beraten und vertreten Sie in folgenden Angelegenheiten:

  • Trennung und Ehescheidung
  • Unterhalt (Trennungsunterhalt, Ehegattenunterhalt, Kindesunterhalt)
  • Zugewinnausgleich und Vermögensaufteilung
  • Sorgerecht und Umgangsrecht
  • Versorgungsausgleich
  • Ehewohnung und Haushaltsgegenstände
  • Eheverträge, Trennungs- und Scheidungsfolgenvereinbarungen
  • 🇨🇭 Grenzüberschreitende Familienkonstellationen (CH/DE)

Auf Wunsch unterstützen wir Sie bei einvernehmlichen Lösungen, etwa im Rahmen einer Mediation.

Unsere Schwerpunkte im Familienrecht für Mandanten aus Kreuzlingen

Scheidung und Trennung

Wir begleiten Mandantinnen und Mandanten aus Kreuzlingen von der Trennung bis zum Abschluss des Scheidungsverfahrens. Dazu gehören die Vorbereitung der Scheidung, die Klärung aller Folgesachen und die Verfahrensführung vor dem zuständigen Gericht.

Geschieden wird in der Regel erst nach Ablauf des Trennungsjahres. Halten Sie den Trennungszeitpunkt deshalb früh fest, etwa in einem Schreiben an den Ehepartner. Das vermeidet späteren Streit vor Gericht.

🇨🇭 Bei Ehen mit Bezug zur Schweiz stellt sich außerdem die Frage der internationalen Zuständigkeit: Entscheidet ein deutsches Familiengericht oder ein Schweizer Gericht? Die Antwort hängt von Wohnsitz, Staatsangehörigkeit und weiteren Umständen ab. Ob ein deutsches Familiengericht entscheiden kann, richtet sich nach der Brüssel-IIb-Verordnung, die Zuständigkeit Schweizer Gerichte nach schweizerischem Recht. Welches Scheidungsrecht ein deutsches Gericht anwendet, bestimmt die Rom-III-Verordnung. Wir klären Zuständigkeit und anwendbares Recht bereits im Erstgespräch.

Scheidung in Deutschland oder in der Schweiz?

Leben beide Ehegatten in Kreuzlingen, ist für die Scheidung in erster Linie ein Schweizer Gericht zuständig, im Thurgau das Bezirksgericht. Lebt einer in Konstanz und der andere in Kreuzlingen oder haben beide die deutsche Staatsangehörigkeit, kann oft auch ein deutsches Familiengericht entscheiden. Dann hängt vom Gerichtsort ab, wie schnell Sie geschieden sind und wie Vermögen und Altersvorsorge verteilt werden.

Die wichtigsten Unterschiede:

  • In Deutschland setzt die Scheidung in der Regel ein Trennungsjahr voraus. In der Schweiz können Ehegatten auf gemeinsames Begehren ohne Wartezeit geschieden werden. Eine einseitige Scheidungsklage setzt dort grundsätzlich zwei Jahre Getrenntleben voraus.
  • Den deutschen Versorgungsausgleich gibt es in der Schweiz nicht in dieser Form. Dort wird die während der Ehe angesparte berufliche Vorsorge geteilt.
  • Unterhalt nach der Scheidung wird in beiden Ländern nach unterschiedlichen Maßstäben bemessen.

Welches Gericht zuständig ist und welches Recht es anwendet, sind zwei getrennte Fragen. Wir klären beides im Erstgespräch und sagen Ihnen, was die Wahl des Gerichtsorts für Ihren Fall bedeutet.

Unterhalt

Unterhaltsansprüche gehören zu den häufigsten Streitpunkten bei Trennung und Scheidung und zu den rechtlich komplexesten. Dabei ist zu unterscheiden: Während der Trennungsphase besteht Anspruch auf Trennungsunterhalt, nach der Scheidung auf nachehelichen Ehegattenunterhalt. Beide Ansprüche haben unterschiedliche Voraussetzungen und sind in ihrer Höhe und Dauer nicht identisch.

Beim Kindesunterhalt schuldet der nicht betreuende Elternteil dem Kind gegenüber Barunterhalt. Die Höhe richtet sich nach dem bereinigten Nettoeinkommen des Unterhaltsverpflichteten und wird anhand der Düsseldorfer Tabelle berechnet. Dabei spielen Faktoren wie Selbstbehalt, weitere Unterhaltsverpflichtungen und die Einstufung nach Altersgruppe eine wesentliche Rolle.

Wir ermitteln Unterhaltsansprüche genau und setzen sie außergerichtlich oder gerichtlich durch. Wir vertreten Sie, ob Sie Unterhalt fordern oder zahlen sollen.

🇨🇭Bei Grenzgängern oder Mandanten mit Schweizer Einkommen ist die Einkommensermittlung besonders komplex: Wechselkursschwankungen, Schweizer Lohnnebenleistungen, Spesenpauschalen und steuerliche Besonderheiten des Schweizer Einkommenssystems müssen korrekt berücksichtigt werden. Wir ermitteln das anrechenbare Einkommen auch in grenzüberschreitenden Konstellationen.

Wie aus einem Schweizer Lohn das unterhaltsrelevante Einkommen wird, erklären wir ausführlich im Beitrag Unterhalt bei Grenzgängern in die Schweiz.

Sorgerecht

Nach einer Trennung oder Scheidung bleibt das gemeinsame Sorgerecht in der Regel bestehen, vorausgesetzt, beide Elternteile sind in der Lage, wesentliche Entscheidungen zum Wohl des Kindes gemeinsam zu treffen. Das gemeinsame Sorgerecht bedeutet jedoch nicht automatisch, dass das Kind die Zeit gleichmäßig auf beide Elternteile verteilt. Die eigentliche Streitfrage ist in der Praxis häufig das Aufenthaltsbestimmungsrecht: Bei welchem Elternteil lebt das Kind künftig hauptsächlich?

Beim Umgangsrecht hat der nicht betreuende Elternteil grundsätzlich das Recht auf regelmäßigen Kontakt mit dem Kind, und das Kind hat umgekehrt ein eigenes Recht auf Umgang mit beiden Elternteilen. Streitigkeiten über Umfang und Ausgestaltung des Umgangs können außergerichtlich, im Rahmen einer Mediation oder durch gerichtliche Regelung gelöst werden.

Das Kindeswohl steht in allen Sorge- und Umgangsverfahren im Mittelpunkt. Wir vertreten Ihre Interessen als Elternteil klar und konsequent, ohne dabei aus dem Blick zu verlieren, dass einvernehmliche Lösungen langfristig für alle Beteiligten, besonders für die Kinder, die bessere Wahl sind.

🇨🇭 Bei grenzüberschreitenden Trennungen mit Bezug zur Schweiz stellt sich häufig die Frage, ob ein Elternteil mit dem Kind ins Ausland umziehen darf, etwa zurück in die Schweiz oder nach Deutschland. Ein solcher Umzug ohne Zustimmung des anderen Elternteils und ohne gerichtliche Genehmigung kann eine internationale Kindesentführung sein und weitreichende rechtliche Folgen haben. Wir beraten Sie in diesen Situationen frühzeitig und mit der notwendigen Dringlichkeit.

Zugewinn

Leben die Eheleute im gesetzlichen Güterstand der Zugewinngemeinschaft, ist der während der Ehe erzielte Zugewinn bei Scheidung auszugleichen. Maßgeblich sind das Anfangsvermögen zum Zeitpunkt der Eheschließung und das Endvermögen zum Zeitpunkt der Zustellung des Scheidungsantrags. Das Anfangsvermögen wird dabei indexiert. Schenkungen und Erbschaften fließen in beide Vermögenspositionen ein. Wir verfügen über spezielle Berechnungsprogramme, mit denen auch die Familiengerichte rechnen.

🇨🇭 Verfügt ein Ehepartner über Vermögenswerte in der Schweiz, etwa Immobilien, Bankguthaben oder Beteiligungen, müssen diese korrekt bewertet und in den Zugewinnausgleich einbezogen werden. Wir analysieren grenzüberschreitende Vermögensverhältnisse und sichern Ihre wirtschaftliche Position auf solider Berechnungsgrundlage.

Eheverträge und Trennungsvereinbarungen

Durch klare vertragliche Regelungen lassen sich spätere Streitigkeiten vermeiden oder begrenzen. Wir entwerfen und prüfen Eheverträge sowie Trennungs- und Scheidungsfolgenvereinbarungen unter rechtlichen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten, auch mit Blick auf grenzüberschreitende Sachverhalte.

Pensionskasse (BVG) und Versorgungsausgleich bei Grenzgängern

Wer als Grenzgänger in der Schweiz arbeitet, hat dort meist Guthaben bei einer Pensionskasse aufgebaut, also berufliche Vorsorge nach dem BVG. Bei einer Scheidung in Deutschland bleibt dieses Guthaben oft zunächst ungeteilt. Für die Teilung von Ansprüchen gegenüber einer Schweizer Vorsorgeeinrichtung sind nach Schweizer Recht ausschließlich Schweizer Gerichte zuständig. Ein deutsches Familiengericht kann die Pensionskasse deshalb nicht selbst teilen.

In der Praxis braucht es neben dem deutschen Scheidungsverfahren für die Pensionskasse häufig ein ergänzendes Verfahren in der Schweiz, oder die Ehegatten regeln den Ausgleich in einer Vereinbarung. Wir prüfen, welche Anrechte auf beiden Seiten der Grenze bestehen, und stimmen das Vorgehen darauf ab.

Mediation und außergerichtliche Lösungen für Mandanten aus Kreuzlingen

Nicht jeder Konflikt muss vor Gericht ausgetragen werden. Eine Mediation eignet sich besonders, wenn beide Seiten an einer einvernehmlichen Lösung interessiert sind. Sie ist in der Regel kostengünstiger und schneller als ein Gerichtsverfahren. Wir begleiten Sie bei Mediationen und außergerichtlichen Einigungen und achten darauf, dass das Ergebnis rechtlich trägt und sauber festgehalten wird.

Kanzlei in Konstanz am Bodensee

Unsere Kanzlei sitzt in Konstanz und ist aus der ganzen Bodenseeregion gut erreichbar.

Neben dem Familienrecht betreuen wir auch Erbfälle mit Bezug zur Schweiz, etwa wenn der Verstorbene in Kreuzlingen gelebt hat und Vermögen in Deutschland hinterlässt. Mehr dazu auf der Seite Erbrecht in Konstanz.

Anfahrt und Erreichbarkeit

Informationen zur Anfahrt und zu Parkmöglichkeiten geben wir Ihnen bei der Terminvereinbarung.

Öffnungszeiten

Termine gibt es nach Vereinbarung. In dringenden Angelegenheiten bemühen wir uns um zeitnahe Termine.

Erstberatung

Im Erstgespräch klären wir die ersten Fragen, die sich bei einer Trennung und einer möglichen Scheidung stellen.

Termin vereinbaren

Sie erreichen uns telefonisch oder über das Kontaktformular. Wir melden uns zeitnah bei Ihnen zurück.

Weitere Seiten für die Region

Familienrecht Allensbach, Familienrecht Radolfzell, Familienrecht Herbertingen und Scheidungsanwalt Konstanz. Einen Überblick über alle familienrechtlichen Themen gibt die Seite Familienrecht in Konstanz.

FAQs

Für eine Scheidung in Deutschland müssen grundsätzlich zwei Voraussetzungen erfüllt sein: Das Ehepaar muss das Trennungsjahr abgeschlossen haben, also mindestens zwölf Monate getrennt gelebt haben. Auch innerhalb der gemeinsamen Wohnung ist das unter bestimmten Voraussetzungen möglich. Außerdem besteht in Deutschland Anwaltspflicht: Mindestens ein Ehegatte muss durch einen Rechtsanwalt beim Familiengericht vertreten werden.

An Unterlagen werden in der Regel die Heiratsurkunde, aktuelle Geburtsurkunden gemeinsamer Kinder sowie Nachweise über Rentenanwartschaften für den Versorgungsausgleich benötigt. Für den Versorgungsausgleich fordert das Gericht die entsprechenden Auskünfte von den Rentenversicherungsträgern in der Regel automatisch an.

Einigen sich beide Eheleute auf alle wesentlichen Scheidungsfolgen, etwa über Unterhalt, Sorgerecht und Vermögensaufteilung, spricht man von einer einvernehmlichen Scheidung. Diese ist in der Regel deutlich schneller und kostengünstiger. Gibt es Streitpunkte, verlängert sich das Verfahren entsprechend.

Wir begleiten Sie durch den gesamten Prozess, von der ersten Beratung bis zum rechtskräftigen Scheidungsbeschluss.

Das hängt vom Wohnsitz und von der Staatsangehörigkeit beider Ehegatten ab. Leben beide in der Schweiz, ist in erster Linie ein Schweizer Gericht zuständig. Lebt ein Ehegatte in Deutschland oder sind beide deutsche Staatsangehörige, kommt oft auch ein deutsches Familiengericht in Betracht. Wo beides möglich ist, lohnt der Vergleich, weil Fristen, Altersvorsorge und Unterhalt unterschiedlich behandelt werden.

Ein deutsches Familiengericht kann Ansprüche gegenüber einer Schweizer Pensionskasse nicht selbst teilen, dafür sind ausschließlich Schweizer Gerichte zuständig. Häufig ist deshalb ein ergänzendes Verfahren in der Schweiz nötig, oder die Ehegatten regeln den Ausgleich in einer Vereinbarung.

Nicht in der deutschen Form. Stellen beide Ehegatten gemeinsam den Antrag auf Scheidung, ist keine Wartezeit vorgeschrieben. Will nur ein Ehegatte die Scheidung, muss das Paar grundsätzlich zwei Jahre getrennt gelebt haben.

Frühzeitig, idealerweise bereits bei Beginn der Trennungsphase. Ein Anwalt für Familienrecht hilft dabei, den Trennungszeitpunkt rechtssicher zu dokumentieren, erste Weichenstellungen zu treffen und finanzielle Risiken zu vermeiden. Je früher eine anwaltliche Beratung erfolgt, desto besser lassen sich spätere Konflikte begrenzen.

Ja. Die Kanzlei Neumann & Neumann in Konstanz vertritt regelmäßig Mandantinnen und Mandanten aus der gesamten Grenzregion, einschließlich Kreuzlingen und dem Kanton Thurgau.

Das hängt von verschiedenen Faktoren ab, darunter Wohnsitz und Staatsangehörigkeit der Ehepartner. In manchen Fällen kann sowohl deutsches als auch schweizerisches Recht in Betracht kommen. Wir klären die Rechtslage und die internationale Zuständigkeit bereits im Erstgespräch.

Die Kosten richten sich nach dem Gegenstandswert des Verfahrens und dessen Komplexität. Grenzüberschreitende Sachverhalte können den Aufwand erhöhen. Bereits im Erstgespräch erhalten Sie bei Neumann & Neumann eine transparente Kosteneinschätzung. Viele Konflikte lassen sich durch einvernehmliche Lösungen oder Mediation kostenschonend klären.

Eine Trennung beendet die häusliche Gemeinschaft, löst die Ehe jedoch nicht auf. Erst durch die Scheidung wird die Ehe rechtlich beendet. Das Trennungsjahr ist Voraussetzung für die Scheidung und sollte genutzt werden, um wesentliche Themen wie Unterhalt, Sorgerecht, Zugewinnausgleich und Vermögensaufteilung rechtssicher zu regeln.

Ja. Eine Mediation eignet sich immer dann, wenn beide Parteien an einer einvernehmlichen Lösung interessiert sind. Sie ist oft kostengünstiger und schneller als ein Gerichtsverfahren und schont alle Beteiligten, gerade bei Themen wie Sorgerecht und Umgangsrecht, bei denen das Kindeswohl im Vordergrund steht.

Familienrecht

Wir beraten und vertreten Sie in allen familienrechtlichen Angelegenheiten, außergerichtlich und vor Gericht, und suchen auch hier nach einer einvernehmlichen Lösung.

Mediation

Bei der Mediation geht es nicht um Positionen, sondern um Interessen, die hinter den Positionen stecken. Werden diese hinterfragt, ist es leichter, interessengerechte Lösungen zu finden, die einen Weg zum Gericht überflüssig machen.

Coaching

Coaching unterstützt Sie dabei, in herausfordernden Lebensphasen eigene Ressourcen zu aktivieren, neue Wege zu finden und Ihre persönliche sowie berufliche Entwicklung selbstbestimmt voranzubringen.

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